Hungerburgbahn: Platz drei unter den faszinierendsten Bahnstationen weltweit

Eine Riesenauszeichnung wurde den Innsbrucker Nord-
kettenbahnen zuteil. Das angesehene internationale Newsportal für Tourismus www.tourism-review.com hat die Stationen der Hungerburgbahn unter die Top 10 der faszinierendsten Bahnstationen/Bahnhöfe weltweit gereiht! Damit freilich noch nicht genug: Die Nordkettenbahnen belegen in diesem Ranking sogar Platz 3!
Man hat internationale „Konkurrenten“ wie die Southern Cross Station im australischen Melbourne, den Chhatrapati Shivaji Terminus in Mumbai (Indien) oder den Bahnhof von Straßburg hinter sich gelassen. „Die von Zaha Hadid entworfenen Stationen der Hungerburgbahn, deren Design Eis- und Schneeformationen ähnelt, sind Meisterstücke moderner Architektur“, begründen die Juroren die Entscheidung.
„Nach der Verleihung des Europa Nostra Awards für die vorbildliche Restaurierung der Baumann-Stationen der Seegruben- und Hafelekarbahn freuen wir uns natürlich auch ganz besonders über diese durch das Ranking ausgedrückte Wertschätzung für die neue, moderne Architektur der Hungerburgbahn“, sagt Thomas Schroll, Geschäftsführer der Nordkettenbahnen.
Innsbruck feierte die Auszeichnung für die Nordkettenbahn-Stationen
Die Innsbrucker Nordkettenbahnen haben für die vorbildliche Restaurierung und Modernisierung der Stationsgebäude der Seegruben- und Hafelekarbahn in Istanbul den "European Union Prize for Cultural Heritage / Europa Nostra Award 2010" erhalten.
Am Donnerstag, dem 24. Juni fand auf der Seegrube die Local Award Ceremony mit Bürgermeisterin Mag.a Christine Oppitz-Plörer, Nordkettenbahnen-Geschäftsführer Thomas Schroll und Landeskonservator DI Werner Jud statt. "Der Europa Nostra Preis ist die höchste europäische Auszeichnung, die für die Erhaltung von Kulturerbe vergeben wird", betonte Dr. Wiltraud Resch von Europa Nostra Austria. Mit dem Preis werden jedes Jahr herausragende Leistungen im Bereich der Erhaltung von Kulturerbe ausgezeichnet.
Die 1927/28 errichteten Nordkettenbahnen zählen aus seilbahntechnischer Sicht, aber auch mit ihren von Architekt Franz Baumann geplanten Stationen zur Pionierlistung alpiner Baukunst. Preiswürdig waren für die Jury die Stationen Hungerburg, Seegrube und Hafelekar, da bei der 2005 bis 2007 durchgeführten Modernisierung größtmögliche Rücksicht auf die historische Bausubstanz genommen wurde. Funktionell erforderliche architektonische Erweiterungen auf der Station Seegrube lösten die Architekten Schlögl und Süß. Es gelang letztlich, die Aspekte des Denkmalschutzes mit der Wirtschaftlichkeit der Bahn zusammenzuführen und so ein einmaliges Kulturdenkmal zu erhalten.
Als "einmalige Symbiose zwischen Architektur und Natur" bezeichnete Landeskonservator DI Werner Jud die Bahnstationen. Bürgermeisterin Mag.a Christine Oppitz-Plörer erinnerte an den schwierigen und langen Weg zur Verwirklichung der Renovierung der Nordkettenbahnen und des Neubaus der Hungerburgbahn, an der maßgeblich auch ihre Amtsvorgängerin Hilde Zach beteiligt war. "Wenn die Nordkettenbahnen heute mit einem Preis belohnt werden, können wir uns alle als Sieger fühlen." "Altbürgermeisterin Hilde Zach hat das Projekt initiiert und gegen allen Widerstand durchgezogen", dankte auch Nordkettenbahnen-Geschäftsführer Thomas Schroll.
Zur Feier anlässlich der Verleihung des Awards konnte "Hausherr" Thomas Schroll auch Alt-Bürgermeisterin Hilde Zach, Altbürgermeister und Landtagspräsident DDr. Herwig van Staa, Stadträtin Dr. Patrizia Moser, Kulturamtsleiter Horst Burmann, Baudirektor DI Hubert Maizner, TVB-Obmann Dr. Karl Gostner, Mag. Gabriele Neumann vom Bundesdenkmalamt, die Architekten Schlögl & Süß sowie Vertreter der Bauausführenden Firmen begrüßen.
Fotos: BDA Innsbruck, Peter Freiberger





